Lesenacht 2017

Mutig, mutig lautete das Motto der diesjährigen Erzähl- und Lesenacht. In der ganzen Schweiz wurden zu diesem Thema Veranstaltungen in Schulen und Bibliotheken durchgeführt. So auch in Thayngen.

Mut brauchten sie ganz bestimmt, die Schülerinnen und Schüler des Silberbergschulhauses und der  dazugehörigen Kindergärten. Schwer bepackt mit Schlafsack, Pyjama, Mätteli, Taschenlampe und Buch trafen sie sich zu ungewohnt später Stunde im Schulhaus. Für die Schüler sollte die Erzählnacht in diesem Jahr nämlich bis zum nächsten Morgen dauern. So einige nahmen sich vor, die ganze Nacht durchzuhalten. Ob da nur Lesen auf dem Plan stand, darf bezweifelt werden. Die Kindergartenkinder waren bis 20:30 Uhr dabei, die Nacht verbrachten sie in ihren eigenen Betten.

Bevor aber in den Schulzimmern die Schlafsäcke ausgerollt wurden und man es sich gemütlich machen durfte, gab’s für alle zusammen eine Geschichte in der Aula. Dass Dädalus und Ikarus bei ihrer Flucht mit den selbst konstruierten Flügeln Mut bewiesen haben, wurde allen schnell klar. Aber braucht es nicht auch Mut, nein zu sagen, wenn mich die ganze Klasse zu etwas zwingen möchte?

Nach dem gelungenen Einstieg ging`s dann in kleinen Gruppen nochmals nach draussen. Den Heldentaten von Ronja Räubertochter lauschten die Kinder am Egelsee und das Schicksal eines entstellten Kindes war Thema im Kesslerloch.

Für die Erst- und Zweitklässler stellte Egon Bösch einen Mutparcours auf dem Pausenareal bereit.  Sich ganz im Dunkeln alleine über eigentlich wohlbekannte Wege wagen, löste Herzklopfen aus. Vor allem wenn man da plötzlich einem Fuchs gegenübersteht.

Die von Luana und Miljan  gebackenen Muffins schmeckten nach dem Ausflug in die Dunkelheit  besonders gut. 

Es soll anschliessend Kinder gegeben haben, die bis in die Morgenstunden gelesen haben, andere  widmeten sich lärmintensiveren Tätigkeiten. Bis die letzten eingeschlafen waren, dauerte es auf jeden Fall seine Zeit. Die Lesenacht bleibt hoffentlich allen in guter Erinnerung.