Die Schule Thayngen in den Medien


Wie verlinken hier auf Medienberichte über die Schule Thayngen. Diese Rubrik wurde im September 2013 eröffnet und wird fortan chronologisch aufgeführt.



Medien

Quelle: Heimatblatt vom Freitag, 6. Juni 2014



Klassenzimmer wird zum Filmstudio

Die Thaynger Schüler erlebten zwei aussergewöhnliche Schultage. Statt Unterricht gab es Filmprojekte.

Schauspielerin Fabienne Hadorn war in der Thaynger Schule zu Gast und übte mit den Schülern eine Mordszene für das Filmprojekt ein. Bild Theo Kübler

 

VON THEO KÜBLER

Thayngen Dienstagmorgen: Auf dem Pausenplatz des Recken-Schulhauses zanken sich Spatzen um Brosamen der Znünibrote der Schüler. Im Schulhaus herrscht entspannte Betriebsamkeit. Im Rahmen der «Kulturtage» der Schule wird engagiert gekocht, gemalt, geklebt, geschrieben, besprochen und gelacht. Plötzlich zerreisst ein lauter «Todesschrei» einer jungen Frau die friedliche Stimmung. Im Obergeschoss steht eine Tür zu einem Klassenzimmer halb offen. Im Raum herrscht diffuses Licht. Doch da ist weder eine Leiche zu entdecken noch Blut auf dem Boden, auch keine Aufregung in den Gesichtern der Schüler. Dafür agiert Fabienne Hadorn lebhaft gestikulierend im Zentrum des Zimmers. Die Schauspielerin, bekannt aus Theater, Radio und Fernsehen, zeigt den Schülern, wie Schrecken, Angst und Entsetzen mit Mimik und Bewegung eindrücklich dargestellt werden kann. Jeder darf einmal Mörder sein, sich lautlos durch die Tür schleichen mit hochgehaltenem Messer, bis erneut ein lauter Schrei durch die Gänge hallt.

Die Superhelden

«Im Dreijahreszyklus stellen wir einmal Sport, Kultur oder irgendein Projekt für einige Tage in den Mittelpunkt. In diesem Jahr dreht sich alles um den Film», erzählt Lehrerin Astrid Abderhalden. Die fünf Workshops, «First Steps», «Kino, von Hand gemacht», «Vom Fluch, ein Held zu sein», «Getrickst & abgedreht» und «Event-Manager» werden dem Begriff «Film» bei den Jugendlichen eine neue Bedeutung verleihen. «Dazu haben wir den Kameramann Dominik Roost, die Schauspielerin Fabienne Hadorn und den Filmleser, Buchautor und Journalisten Thomas Binotto engagiert», sagt Abderhalden nicht ohne Stolz. In der Aula begleitet Binotto soeben eine Schülergruppe, zusammen mit dem Superhelden Spider-Man, auf einer Reise. Dabei entdecken sie unzählige Superhelden in ganz unterschied- lichen Verkleidungen, wie sie seit über hundert Jahren über die Kinoleinwand flimmern. Sie erfahren, was einen Superhelden oder eine Superheldin ausmacht und dass es solche gibt, seit die Menschen sich Geschichten erzählen. Sie finden auch heraus, wie genau im Kino Geschichten erzählt werden, was sie dann während ihrer praktischen Arbeit umsetzen werden. Filmleser Binotto stellt immer wieder fest, dass bei solchen Arbeiten mit viel Fantasie und Bildern Jugendliche aufblühen, die sonst eher Mühe bekunden, wenn sie sich schriftlich mitteilen sollen. Sie entdecken plötzlich neue Kompetenzen. Vor dem Eingang des Recken-Saals wartet ein Dreikäsehoch mit einem super Fotoapparat auf seine beiden Kolleginnen. Ihre Aufgabe ist es, bei den bevorstehenden Filmaufnahmen Standbilder zu schiessen. «Aber sicher – viel mehr als Schulunterricht», meint er cool auf die Frage, ob ihm das Spass mache.

Trickfilmer am Werk

Im Schulhausgang werden Szenen einstudiert, während sich im Klassenzimmer nebenan eine mittlere Katastrophe anbahnt. Polizei-, Lösch- und Bergungsfahrzeuge stehen zum Einsatz bereit, ebenso Last- und Personenwagen mit Personal. Eine Gruppe Jungs wird vom Lehrer unterstützt. Sie wollen mit all den bereitgestellten Legoteilen einen Trickfilm aufnehmen. Noemi Ritzmann klebt auf eine Seite eines Biertellers eine Zeichnung mit lauter geraden, dicken Strichen, auf die andere Seite eine Trickfilmfigur. Durch Verdrehen zweier Schnüre, die an sich gegenüberliegenden Punkten am Rand des Tellers befestigt sind, und nachfolgendes Ziehen an deren Enden wird die Scheibe um die Achse der beiden Fäden in Rotation versetzt. Für den Betrachter sitzt die Figur plötzlich hinter Gittern. Während seine Kollegen ein Daumenkino laufen lassen, malt Nick Frischknecht an einem Phenakistoskop, das um 1832 von Joseph Plateau erfunden wurde. Neben ihm steht ein Zoetrop, bei dem die Bildscheibe zur Schlitztrommel weiterentwickelt wurde. Beim Drehen der Trommel erscheint die Bildfolge durch die Schlitze wie ein Film. Die «Event-Manager» produzieren in der Schulküche Canapés, malen Sterne für den «Walk of Fame», damit alles stimmt, wenn am Abend der rote Teppich ausgerollt wird, über den die Gäste zur Gala wandeln werden, um das Geschaffene zu bewundern.

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten vom 30. Mai 2014, Seite 18



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Quelle: Schaffhauser Bock Nr. 40/2013 (Seite 5)



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Quelle: Schaffhauser Nachrichten vom Samstag, 28.09.2013



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Bericht hören: Hier

 

Quelle: Radio SRF, Regionaljournal



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Quelle: Schaffhauser Nachrichten



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29. August 2013

Erfreuliche Bilanz für neues Konzept

Die Tagesschule Thayngen hat nach nur einem Jahr bereits 19 angemeldete Schüler. Ein erfreulicher, aber nicht ganz unerwarteter Erfolg. 



Der über die Sommerferien neu errichtete Spielplatz ist bei den Kindern ein beliebter Ort. Während die Schüler ihre Aufgaben erledigen, geniessen die Kindergärtner Brandon, Sofia (mit weissem Shirt) und Jada das zusammens Spielen. Bild Corina Fendt

Hofen «Frau Dienst, ich bi uh schnäll grännt!» Der Erstklässler Alvaro streckt stolz ein Blatt Papier mit gelaufenen Sprintzeiten vom Sportunterricht entgegen, bevor er zu den anderen Kindern auf den Spielplatz verschwindet. Alvaro ist einer von insgesamt 19 Kindern, die die Tagesschule im Zentralschulhaus Hofen besuchen.

Im Sommer 2012 öffnete die Tagesschule Thayngen mit sieben Kindern ihre Türen. Ein Jahr später sind es deren 19, drei davon wohnen in einer auswärtigen Gemeinde. Ein Anstieg, der die Experten überrascht. Christine Dienst, Sozialpädagogin und Verantwortliche der Tagesschule hingegen ist weniger erstaunt: «Die wirtschaftliche Lage verlangt, dass in vielen Familien beide Elternteile berufstätig sind. Aber auch Mütter oder Väter, die ihre Kinder alleine grossziehen, sind auf der Suche nach einer Ganztagesbetreuung für ihren Nachwuchs.» Die Tagesschulebietet eine optimale Ganztagesbetreuung für Kinder im Kindergartenalter bis zur 6. Klasse. Die Eltern können sich die Betreuungszeiten für ihren Nachwuchs selber kombinieren: Von der Frühbetreuung (7 Uhr bis Schulbeginn), dem Mittagessen (12 bis 13.30 Uhr) und der Nachmittagsbetreuung (bis 17.45 Uhr) lassen sich für jeden Wochentag Betreuungszeiten zusammenstellen. Die Pausenglocke klingelt, die Kinder strömen aus ihren Klassenzimmern. Viele von ihnen gehen jetzt nach Hause, nicht so die Tagesschüler. Sie nehmen die kurze Treppe zum Eingang meist rennend. Eine kurze Begrüssung und schon entschwinden die Kinder in alle Richtungen. Der Zvieritisch auf der Spielwiese ist mit frischen Früchten, Knäckebroten und Käse angerichtet: Die Kinder sollen sich gesund und ausgewogen ernähren. Dafür sorgt auch die Köchin Sabrina Gubler, die täglich leckere Speisen auf den Tisch zaubert. Plötzlich ertönt ein kurzer Schrei: «Iiii, da liegt ein toter Vogel. Das war bestimmt die Katze von nebenan.» Die Lokalitäten der Tagesschule bieten den Kindern viel Raum zum Entdecken und Spielen. Auf der angrenzenden Wiese leben Kühe, und auf der grossen Spielwiese bieten Bienen und Katzen an diesem sonnigen Nachmittag genügend Gesprächsstoff. Da ist auch der tote Vogel schnell vergessen. Nach einer ersten Stärkung ist der Spielplatz ein regelrechtes Magnet für die Kinder. Der erst in diesen Sommerferien erneuerte Spielplatz lässt die Kinderherzen höher schlagen. Sollte es jedoch in der idyllischen Umgebung in Hofen einmal regnen, können sich die Kinder auch in der Turnhalle oder in den Klassenzimmern der Tagesschule austoben. Im Sommer locken zudem regelmässige Besuche im Schwimmbad. Für die Schüler steht nach dem Zvieri erst mal Hausaufgabenzeit an. Christine Dienst hilft und erklärt, ist aber, wie sie selbst betont, keine Nachhilfelehrerin oder Lernstütze bei Prüfungen. «Die Kinder haben auch schon vorbildlich gelernt, wie sie miteinander lernen und voneinander profitieren können», so Dienst. Und wirklich – die Viertklässlerin zeigt den beiden Erstklässlern wie sie den Buchstaben «e» zu schreiben haben und lässt ihre eigenen Aufgaben für einige Minuten vergessen. «Es ist eben schon noch sehr schwierig», sind sich die beiden Knaben einig.

Freude und Geborgenheit

Die Tagesschule in Hofen bietet den Kindern nicht nur ein Ort der Freude und Geborgenheit, sondern fördert auch die Sozialkompetenzen und strukturiert ihren Alltag. So sollen sie lernen, mit Kindern aller Altersgruppen zusammen zu spielen und Konflikte zu lösen, aber auch täglich anfallende Ämtli sind gewissenhaft zu erledigen. Die Kapazitäten sind omentan mit den m 19 Schülern ausgelastet, schon bald soll eine weitere Betreuungsperson Dienst und Gubler unterstützen. Sollte die Nachfrage weiter steigen, wird auch bald ein weiterer Mittagstisch notwendig sein … 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten vom 29.08.2013 (von Corina Fendt)