Zum neuen Schuljahr 2011 / 12
Das neue Schuljahr hat begonnen. Die Kindergärten und die Schulhäuser haben sich nach den Sommerferien wieder belebt. Voller Energie starten wir in ein neues, spannendes Schuljahr.
Wir werden sicher wieder viele Herausforderungen, Freuden, Erlebnisse und auch kaum vermeidbare schwierige Situationen erleben. Unserer Schule stehen einige neue Lehrpersonen zur Verfügung. Ich heisse folgende Lehrpersonen herzlich willkommen und wünsche ihnen Erfolg, Freude und einen guten Start in Thayngen:
Jacqueline Berg, Klassenlehrerin an der Primarschule Silberberg
Melina Bresser, Klassenlehrerin an der Primarschule Reiat
Rebecca Eitel, Klassenlehrerin an der Primarschule Silberberg
Angelika Klopfer, Klassenlehrerin an der Primarschule Reiat
Tim Schriber, Klassenlehrer an der Primarschule Hammen
Annina Waldvogel, Klassenlehrerin an der Primarschule Hammen
Gabi Muhl, Fachlehrerin für Textiles Werken an der Primarschule Reiat
Patrizia Ehinger, Fachlehrerin für Textiles Werken an der Primarschule Reiat
Eva Zehnder, Fachlehrerin an der Primarschule Reiat
Nicole Uehlinger, Fachlehrperson an der Orientierungsschule Thayngen
Die Besetzung von vakanten Stellen mit ausgebildeten Lehrpersonen wird zunehmend schwieriger. Ein deutlicher Mangel ist vor allem bei den Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, den Lehrpersonen für die Realschule und die Sekundarschule und den Fachlehrpersonen in Werken und in Haushalt und Ernährung zu verzeichnen. Ich bin sehr froh, dass für alle Klassen eine passende Lehrperson gefunden werden konnte. Wir werden uns in den nächsten Jahren wohl darauf einstellen müssen, nicht immer optimale und langfristige Stellenbesetzungen sicher stellen zu können. Zentral wichtig wird es für den kleinen Kanton Schaffhausen und für die einzelnen Schulgemeinden, möglichst attraktiv als Arbeitgeber zu sein. Den Studienabgängern der Pädagogischen Hochschulen stehen heute viele Angebote von offenen Stellen zur Auswahl. Alle Kantone versuchen die Attraktivität des Lehrerberufs zu verbessern. Es entsteht zunehmend ein Wettbewerb zwischen den Kantonen. Lehrpersonen können Anstellungsbedingungen, Klassengrössen, Löhne und Systeme vergleichen. Da stehen auch Herausforderungen für den Kanton Schaffhausen und für die einzelnen Gemeinden an.
Der Schweizer Lehrerverband stellt fest, dass zurzeit nur etwa halb so viele neue Lehrer ausgebildet werden, wie nötig wären, um die Abgänge an den Schulen zu kompensieren. Bis ins Jahr 2020 müssen in der Schweiz 30‘000 Lehrpersonen allein aus Altersgründen ersetzt werden. Ich hoffe, dass die Schule Thayngen bei der Umwerbung neuer Lehrpersonen einige Vorteile mitbringt. Thayngen hat eine attraktive Schule mit guten Schulanlagen, guten Schulstrukturen und einem engagierten Kollegium. Dank des niedrigen Durchschnittsalters der Lehrpersonen sind glücklicherweise in den nächsten Jahren wenige Abgänge durch Pensionierung zu erwarten.
Sowohl für die Erziehungsdirektion, als auch für die örtlichen Schulbehörden haben die Bemühungen zur Attraktivierung des Lehrerberufes höchste Priorität. Der Mangel an Lehrpersonen ist nicht nur ein strukturelles Problem. Vorzeitige Berufsaufgabe und Mangel an Studieninteressenten haben auch mit einem grossen generellen Imageverlust des Lehrerberufs zu tun.
Die Regierung hat im Juni 2011 Sofortmassnahmen zur Attraktivierung des Lehrerberufs beschlossen. Allerdings nur solche, die nichts kosten. Neu sollen die Anstellungsverträge unbefristet abgeschlossen werden und damit die Kündigungsfristen vereinheitlicht werden. Weiter werden künftig sämtliche kantonalen Lehrdiplome und auch die Lehrdiplome aus dem deutschsprachigen Ausland im Kanton Schaffhausen anerkannt. Schliesslich sollen beschleunigte Ausbildungsgänge und vorgezogene Einsatzmöglichkeiten konzipiert werden, damit Lehrpersonen rascher verfügbar sein können. Leider stehen zurzeit noch keine materiellen Verbesserungen bei den Löhnen oder den Stundenreduktionen zur Diskussion. Diesbezüglich sind aber Anpassungen und Bemühungen dringend nötig, damit kein zu grosses Gefälle zwischen Schaffhausen und seinen Nachbarkantonen entsteht. Eine zunehmende Abwanderung von Lehrpersonen in andere Kantone können wir uns kaum leisten. Die Lehrerkonferenzen und der Lehrerverein sind von diesen Massnahmen enttäuscht. Im Dialog mit dem Erziehungsdirektor werden weitere Verbesserungen gesucht und auch zusätzliche Massnahmen gefordert. Wir alle müssen gemeinsam für gute Rahmenbedingungen sorgen. Mit Wertschätzung, Anerkennung und positiver Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit, können wir einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivierung der Thaynger Schule beitragen.
Die Schulleitung und die Schulbehörde anerkennt die gute Arbeit unserer Lehrpersonen mit den ihnen anvertrauten Kindern. Mit Optimismus, Offenheit, Dialogbereitschaft und gegenseitiger Wertschätzung leisten wir alle, Lehrpersonen, Schüler, Eltern, Behörden, einen unverzichtbaren Beitrag zur erfolgreichen Schule Thayngen. Ich baue auf unsere motivierte Lehrerschaft, die mit Engagement, Ideenreichtum, Humor und Begeisterung für unser gutes Image verantwortlich sind und wünsche uns allen ein gutes Schuljahr 2011/12.
Aldo Malagoli, Schulleiter |